Die Installation einer Dachentwässerung wirkt oft komplizierter, als sie ist. Wenn Sie eine neue Dachrinne montieren, sichern Sie den langfristigen Werterhalt Ihrer Immobilie. Entscheidend für den Erfolg sind die exakte Planung des Gefälles und die Wahl der richtigen Verbindungstechnik.
Planung und Materialwahl beim Dachrinne montieren
Messen Sie die Trauflänge genau aus und planen Sie pro 50 bis 70 cm einen Rinnenhalter ein. Zu große Abstände führen dazu, dass die Rinne bei schwerem Schneelast oder Starkregen durchhängt. Bei der Materialwahl sollten Sie keine Kompromisse machen: Titanzink ist der Klassiker für Langlebigkeit, während Kunststoff-Systeme durch ihre einfache Steckmontage bestechen. Wichtiger Profi-Tipp: Kombinieren Sie niemals verschiedene Metalle wie Kupfer und Zink direkt miteinander. Das führt zu elektrochemischer Korrosion, die das unedlere Metall (Zink) innerhalb kürzester Zeit zerfressen würde. Nutzen Sie im Zweifelsfall Kunststoff-Elemente als Trenner.
Montage mit System: So fließt das Wasser richtig
Der kritischste Punkt ist das Gefälle. Beginnen Sie mit dem am weitesten vom Fallrohr entfernten Halter und montieren Sie diesen an der höchsten Stelle. Der letzte Halter am Ablaufstutzen muss die tiefste Stelle markieren. Wir empfehlen ein Gefälle von 2 bis 3 mm pro laufendem Meter. Nutzen Sie eine Richtschnur, um die Halter dazwischen exakt auszurichten. Nach dem Biegen der Halter mit einer speziellen Rinnenhalter-Biegezange werden die Rinnenelemente eingelegt. Achten Sie bei Stecksystemen auf die Dehnungsmarkierungen, da sich Metall bei Hitze ausdehnt und bei Kälte zusammenzieht. Ein falsch montiertes System ohne Dehnungsausgleich kann im Sommer laute Knackgeräusche verursachen oder sich sogar verziehen.
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