Fallrohr an Hauswand befestigt

Fallrohre sind ein entscheidender Bestandteil jedes Dachentwässerungssystems. Sie leiten Regenwasser sicher vom Dach ab und schützen so das Gebäude vor Feuchtigkeitsschäden. Doch Fallrohr ist nicht gleich Fallrohr: Es gibt verschiedene Materialien, Durchmesser und Montagemöglichkeiten, die je nach Bedarf und Gegebenheiten zum Einsatz kommen. In diesem Beitrag erfahren Sie alles Wichtige rund um Fallrohre, von der Auswahl des richtigen Durchmessers für Ihre Dachrinnengröße bis zur fachgerechten Montage.

Warum ist das Fallrohr so wichtig?

Ein intaktes Fallrohrsystem gewährleistet eine effektive Dachentwässerung, sodass Regenwasser kontrolliert abgeführt wird und nicht an den Fassaden herunterläuft oder sich im Fundamentbereich sammelt. Dies verhindert nicht nur unschöne Verschmutzungen, sondern schützt auch die Bausubstanz vor langfristigen Schäden wie Schimmelbildung, Putzabplatzungen oder sogar Setzungsrissen.

Der richtige Durchmesser für jede Dach- und Rinnengröße: Unsere  Tabelle hilft bei der Auswahl

Der Durchmesser des Fallrohrs ist entscheidend für die Leistungsfähigkeit des gesamten Entwässerungssystems. Er muss auf die Größe der zu entwässernden Dachfläche abgestimmt sein, um auch bei starkem Regen eine optimale Ableitung zu gewährleisten. Ist der Durchmesser zu klein, kann das Regenfallrohr überlaufen, was zu Problemen führen kann.

Als Faustregel gilt: Je größer die Dachgrundfläche, desto größer sollte der Fallrohrdurchmesser sein. Die folgende Tabelle bietet Ihnen eine Orientierungshilfe für gängige Dachflächen und die dazu passenden Fallrohrdurchmesser:

Entwässernde Dachfläche (m²) Empfohlener Fallrohrdurchmesser (mm)
bis 25 80
25 - 100 100
100 - 150 120
über 150 Individuelle Berechnung

Hinweis: Diese Werte sind Richtwerte. Bei komplexen Dachformen, extremen Niederschlagsmengen oder speziellen Anforderungen ist es ratsam, einen Fachmann zu Rate zu ziehen.

Materialien für Fallrohre

Fallrohre sind in verschiedenen Materialien erhältlich, die jeweils spezifische Vor- und Nachteile bieten:

  • Zink und Titanzink: Diese Materialien sind sehr langlebig, witterungsbeständig und entwickeln mit der Zeit eine ansprechende Patina. Sie sind jedoch in der Anschaffung teurer.

  • Kupfer: Kupferfallrohre sind äußerst robust, langlebig und verleihen dem Gebäude eine edle Optik. Sie sind die teuerste Option, aber auch sehr werthaltig.

  • Edelstahl: Edelstahlfallrohre sind modern, korrosionsbeständig und pflegeleicht. Sie passen gut zu zeitgenössischen Architekturen.

  • Aluminium: Aluminium ist leicht, korrosionsbeständig und in vielen Farben erhältlich. Es ist eine gute und preisgünstige Alternative.

  • Kunststoff (PVC): Kunststofffallrohre sind die günstigste Variante, leicht zu montieren und in verschiedenen Farben erhältlich. Sie sind jedoch weniger robust und langlebig als Metallrohre.

Montage des Fallrohrs: Schritt für Schritt zum Erfolg

Die fachgerechte Montage des Fallrohrs ist entscheidend für die Funktionalität und Langlebigkeit des Systems. Hier die wichtigsten Schritte:

  1. Vorbereitung: Messen Sie die benötigte Länge des Fallrohrs und schneiden Sie es gegebenenfalls zu. Planen Sie auch die Position der Halterungen.

  2. Anschluss an die Dachrinne: Das Fallrohr wird über einen Rinnenstutzen oder einen Ablaufstutzen mit der Dachrinne verbunden. Achten Sie auf eine dichte Verbindung.

  3. Befestigung der Fallrohrschellen: Die Fallrohrschellen werden im Abstand von ca. 2 Metern an der Wand befestigt. Achten Sie auf einen sicheren Halt.

  4. Einsetzen des Fallrohrs: Führen Sie das Fallrohr in die Schellen ein und verbinden Sie die einzelnen Fallrohrsegmente miteinander. Verwenden Sie hierfür passende Muffen oder Steckverbindungen.

  5. Anschluss an die Entwässerung: Das untere Ende des Fallrohrs wird an das Entwässerungssystem angeschlossen, beispielsweise an ein Erdrohr, eine Versickerungsanlage oder eine Regentonne. Ein Standrohr schützt den Übergangsbereich.

  6. Optional: Regensammler und Laubfangkorb: Ein Regensammler ermöglicht die Nutzung des Regenwassers für den Garten. Ein Laubfangkorb verhindert, dass Laub und Äste das Fallrohr verstopfen.

Häufige Probleme und deren Vermeidung

  • Verstopfungen: Wie im vorherigen Blogbeitrag besprochen, sind Verstopfungen im Fallrohr ein häufiges Problem. Regelmäßige Reinigung und der Einsatz eines Laubfangkorbs können dies verhindern.

  • Undichtigkeiten: Schlecht verarbeitete Verbindungen oder beschädigte Rohre können zu Undichtigkeiten führen. Überprüfen Sie das System regelmäßig auf Beschädigungen.

  • Unzureichender Durchmesser: Ein zu kleiner Fallrohrdurchmesser führt bei starken Regenfällen zum Überlaufen. Achten Sie auf die korrekte Dimensionierung.

Fazit: Das sollten Sie beachten

Ein gut geplantes und fachgerecht installiertes Fallrohrsystem ist unerlässlich für den Schutz Ihres Hauses. Die Auswahl des richtigen Durchmessers und Materials sowie eine sorgfältige Montage sind dabei entscheidend. Bei Unsicherheiten oder komplexen Projekten empfiehlt es sich immer, einen Fachmann hinzuzuziehen, um langfristig Freude an Ihrem Entwässerungssystem zu haben.

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